Einsatzleiterwiki Feuerwehr Lampertheim

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cbrn:atomar:radium-trinkbecher

Die Inhalte dieser Seite sind Bestandteil des Einsatzleiterwiki-Projekts. Sie wurden nicht speziell für Ihre Feuerwehr ausgearbeitet, möglicherweise existieren abweichende Regelungen.

Radium-Trinkbecher

 
  • Historische Geräte zur medizinischen Anwendung, enthalten radioaktives Radium.
  • Produzieren Radon-Gas, das ins Trinkwasser übergeht.
  • Becher meist 15-25 cm hoch, oft aus Edelstahl, teilweise mit Glaseinsätzen. Häufig Aufschriften „Radium“ und Zahlenangaben mit der Einheit „ME“ oder „M.E.“
  • Früher weit verbreitet, gesundheitliche Wirkung heute widerlegt. Häufig Verwendung als historische oder dekorative Objekte (Dachbodenfunde, Flohmarkt, Erbschaften).
  • Besitz genehmigungspflichtig, Herstellung/Verkauf verboten.

Maßnahmen

  • Keine Beschädigung oder Öffnung des Geräts!
  • Personen fernhalten.
  • Messung der Dosisleistung.
  • Melden an zuständige Behörden (z.B. Landesamt für Umwelt).
  • Becher in dichte Plastiktüte (z.B. Gefrierbeutel) verpacken. Bis zur Entsorgung ggf. provisorische Abschirmung, z.B. mit Büchern, herstellen.
  • Entsorgung für Privatpersonen bei den Landessammelstellen für radioaktive Abfälle i.d.R. kostenfrei.

besondere Gefahren

Intakte Becher

  • Keine unmittelbare Gefahr, da Radium gebunden bleibt.
  • Langfristiger Aufenthalt in der Nähe kann zu erhöhter Strahlenbelastung führen.

Beschädigte Becher

weitere Hinweise

  • Aktivität meist zwischen 100 kBq und wenigen MBq (Vergleich: Freigrenze 10 kBq).
  • Dosisleistung: Starke Becher (2 MBq) ≈ 0,5 µSv/h in 1 m Abstand (zum Vergleich: natürliche Strahlung ≈ 0,1 µSv/h).

Quellenangabe

Stichwörter

Radiumbecher, Radium-Emanations-Apparat, Radon-Emanator

cbrn/atomar/radium-trinkbecher.txt · Zuletzt geändert: 20.03.2025 00:51 (Externe Bearbeitung)