Einsatzleiterwiki Feuerwehr Lampertheim

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brand:allgemein:einsatzstellenhygiene

Die Inhalte dieser Seite sind Bestandteil des Einsatzleiterwiki-Projekts. Sie wurden nicht speziell für Ihre Feuerwehr ausgearbeitet, möglicherweise existieren abweichende Regelungen.

Einsatzstellenhygiene

 

Maßnahmen

  • bereits zu Beginn des Einsatzes Maßnahmen zur Einsatzstellenhygiene treffen
  • durch einsatztaktische Maßnahmen Rauchausbreitung minimieren, z.B.
  • Fahrzeuge so aufstellen, dass Eindringen von Rauch in Mannschaftskabine und Geräteräume vermieden wird

Grundsätze

  • nach Abkühlung sind gesundheitsschädliche Stoffe aus dem Brandrauch an Ruß, Kondensat und Asche gebunden
  • weitere Gefahren durch Asbest oder Mineralwolle möglich
  • Inkorporation und Hautkontakt von Kontamination vermeiden
  • Kontaminationsverschleppung über PSA vermeiden
  • Wasser aus Fahrzeug-Löschwassertank ist kein Trinkwasser, nach Reinigung mit diesem ist Haut zu desinfizieren
  • Reinigungsarbeiten und Ausziehen stark kontaminierter Schutzkleidung mit enganliegender Schutzbrille, FFP3-Maske und Einmal-Schutzhandschuhen durchführen
  • Objekte mit glatter Oberfläche (z.B. Helme, Funkgeräte, Handlampen) mit Hygienetüchern reinigen
  • Ein bis zwei Stunden nach „Feuer aus“ weiterhin Atemschutz tragen
  • Kontaminierte Schutzkleidung verpacken

Empfehlung zur Entkleidung bei Kontamination

nach Punkt 3.5.2 der Fachempfehlung „Einsatzgrundsätze zur Hygiene im Brandeinsatz“.

  • Die Einsatzkraft legt eigenständig den Feuerwehrhelm ab, so sie keine Helm-Masken-Kombination trägt.
  • Die Einsatzkraft legt das Atemschutzgerät ab, dabei bleibt der Atemanschluss weiterhin angeschlossen.
  • Die Einsatzkraft legt die Feuerwehr-Schutzhandschuhe ab und zieht Einmalhandschuhe an.
  • Die Einsatzkraft legt die Jacke der Feuerwehr-Schutzkleidung (Überjacke) ab.
  • Nun zieht die Einsatzkraft die Feuerschutzhaube von hinten über die Atemschutzmaske, lockert deren Bebänderung und zieht die Kombination aus Feuerschutzhaube und Atemschutzmaske mit dem angeschlossenen Atemanschluss vom Kopf. Sollte die Einsatzkraft eine Helm-Masken-Kombination tragen, wird diese an dieser Stelle und sinngemäß abgelegt.
  • Eine FFP3-Maske schützt die Einsatzkraft bei den restlichen Arbeiten.
  • Nun werden die Hose der Feuerwehr-Schutzkleidung (Überhose) und Feuerwehr-Stiefel abgelegt.
  • Abschließend verpackt die Einsatzkraft die Feuerwehr-Schutzkleidung (Überkleidung) inklusive der Feuerwehr-Schutzhandschuhe und reinigt Feuerwehr-Stiefel und Feuerwehrhelm.

Transport kontaminierter Ausrüstung

nach Punkt 3.5.5 der Fachempfehlung „Einsatzgrundsätze zur Hygiene im Brandeinsatz“.

Kontaminierte Ausrüstung
Einsatz-
szenario
Lagerung während
des Abtransportes
Überkleidung
(verpackt)
Pressluft-
atmer
Schläuche
Kleiner
Einsatz
(1-2 Trupps)
Mannschaftsraum
Löschfzg. (weiß)
(X)1 (X)2
Geräteraum
Löschfzg.
(grau / schwarz)
X X X
Großer
Einsatz
Anhänger, LKW
(schwarz)
X X X

1 im Ausnahmefall luftdicht in Folie verpackt im Mannschaftsraum
2 im Ausnahmefall luftdicht in Folie verpackt im Mannschaftsraum in PA-Sitz- halterung

Kontaminierte Schläuche bis zur Reinigung unter Wasser zwischenlagern, um Verbreitung von kontaminiertem Staub zu vermeiden.

Dokumentation

  • DGUV-Arbeitshilfe Kombinierte Atemschutz- und Expositionsdokumentation kann genutzt werden, siehe DGUV Information 205-035 (Link in der Quellenangabe)
  • Brandeinsätze sind keine CBRN-Einsätze im Sinne der jeweiligen Feuerwehr-Dienstvorschrift. Ein Bio-Monitoring entsprechend FwDV 500 „Einheiten im ABC-Einsatz“ kann ergänzend insbesondere bei Verdacht der Inkorporation oder großflächiger Kontamination mit Ruß auf der ungeschützten Haut zur Dokumentation angewendet werden.

Quellenangabe

Stichwörter

PAK, Atemgift, Atemgifte

brand/allgemein/einsatzstellenhygiene.txt · Zuletzt geändert: 20.03.2025 00:51 (Externe Bearbeitung)